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Der TaubblindenFührhund

Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Welt nur mit Ihren Händen erleben. So geht es taubblinden Menschen. Taubblindheit ist eine komplexe Sinnesbehinderung, bei der Gehörlosigkeit und Blindheit zusammen auftreten. Es gibt Taubblinde mit und ohne Sehrest, sowie mit und ohne Hörrest.

 

Wie lebt es sich mit dieser doppelten Behinderung? Die Möglichkeit, allein raus zu gehen um neue Menschen kennen zu lernen, gibt es nicht. Denn jegliche Kommuikation mit Mitmenschen erfolgt, je nach Eintritt der Gehörlosigkeit, fast ausschließlich über die Hände, so z.B. über das Lormen, die (taktile) Gebärdensprache oder das Fingeralphabet.

 

Um also als Taubblinder ein weitgehend normales Leben führen zu können, benötigt er sehr viel Unterstützung durch eine Begleitperson, sowohl für die Mobilität, als auch für die Kommunikation mit Mitmenschen als Übersetzer. Diese Anforderungen sind weit mehr, als eine einzelne Person leisten kann.

 

Doch ohne persönliche Assistenz bleibt die Welt für taubblinde Menschen sehr begrenzt. Dennoch wird Taubblinden bis heute diese persönliche und qualifizierte Unterstützung vom Staat und den Krankenkassen verwehrt.

Wie kann es taubblinden Menschen sonst ermöglicht werden, eigenständig ihren Tag zu gestalten und am Leben teilzunehmen, wie jeder andere auch?

 

 

Im Bereich der Mobilität ist ein Führhund für Taubblinde eine wertvolle Unterstützung.

Er hilft die Selbständigkeit des Taubblinden zu erhalten, weil dieser sich allein fortbewegen kann. Der Führhund bringt ihn sicher zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Sport und ist damit auch eine enorme Entlastung für Angehörige und Begleitpersonen.

Weiterhin gibt der Hund durch sein Verhalten Aufschluss über die direkte Umwelt des Taubblinden und weckt das Interesse der sehenden Mitmenschen. Damit ist der Führhund nicht mehr nur reine Mobilitätshilfe sondern nunmehr Mobilitäts- und Kommunikationshilfe.

 

Wir wissen, was ein Führhund für mehrfach Sinnesbehinderte leisten kann und dass sich die Ausbildung des Hundes an den individuellen Bedürfnisses jedes einzelnen Taubblinden richten muß.

Mit Petra Asmuß, 1.Vorsitzende des Servicehundzentrums e.V., steht Ihnen die deutschlandweit erste Führhundausbilderin für Taubblinde als kompetente Ansprechpartnerin zur Seite. Sie freut sich, Sie im Vorgespräch zu beraten und wird Sie auch während und nach erfolgreicher Ausbildung begleiten.

 

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